03736 Franz Roubaud

Eintritt: 25.10.1879 Fach: Malerei

Matrikelbuch 1841-1884
Matrikelnummer 3736
Seite
Name normiert Roubaud, Franz
Eintrittsdatum 25.10.1879
Semester
Fach normiert Malerei
http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/bsb00004661/images/index.html?id=00004661&fip=217.237.113.238&no=&seite=376

Name Roubaud [gestrichen]
Vorname Franz [gestrichen]
Fach bei Einschreibung technische Malklasse
Lehrer bei Eintritt
Eintritt 25.10.1879
Austritt
Herkunftsort laut Matrikel aus Odessa (Rußland)
Geburtsdatum laut Matrikel
Alter 23
Konfession katholisch
Stand der Eltern dessen Vater: Kaufmann
Adresse
Eigenschaft
Bemerkungen Siehe No. 3526

Weitere Lehrer
Austritt normiert
Geburtsdatum laut Sekundärliteratur 1856
Geburtsort laut Sekundärliteratur Odessa
Sterbedatum laut Sekundärliteratur 11.03.1928
Sterbeort laut Sekundärliteratur München
Herkunftsort heutiger Name Odessa
Herkunftsland historisch Rußland
Herkunftsland heute Ukraine
Konfession normiert Katholisch
Biografie

Der russische Maler Franz Roubaud (5./17.6.1856 Odessa - 11.3.1928 München) war Sohn des nach Russland emigrierten Kaufmanns Alexandre Roubaud und der aus Clermont-Ferrand stammenden Schneiderin Magdalena Senec. Bereits im Alter von sechs Jahren begann er erste Zeichenstudien, später folgten Studienaufenthalte im Kaukasus, die ihm von einem Gönner aus Tiflis finanziert wurden. Von 1877 bis 1878 studierte er an der Akademie in München bei Karl von Piloty, Otto Seitz und Wilhelm von Diez. Anschließend nahm er Unterricht bei Joszef Brandt. 1889 erhielt er durch den Prinzregenten Luitpold den Adelstitel und wurde durch die Zaren Alexander III. und Nikolaus II. gefördert. Auf den Münchner Glaspalast-Ausstellungen, an denen er jährlich teilnahm, wurde ihm 1892 und 1893 die Goldmedaille verliehen. Weitere Goldmedaillen erhielt er 1892 in Madrid, 1893 in Chicago, 1895 in Berlin und 1905 in St. Petersburg. Es folgten Aufenthalte in Paris und Sankt Petersburg. Dort war er in den Jahren 1903 bis 1912 auch Professor an der Kunstakademie. In Roubauds realistischen Bildern stehen das Volkslebens sowie der Kriege im Kaukasus im Mittelpunkt, reitende Tscherkessen, Troikas, Reiterspiele, russische Märkte, Truppenzüge und Gefechte. Er schuf mehrere große Panoramen, die alle von russischen Zaren angekauft wurden. Sein bekanntestes Werk ist das 100 Meter lange Panoramagemälde „Die Belagerung von Sewastopol“ (1904), für das eigens ein Museum errichtet wurde; auch die „Erstürmung des Auls Achulgo“ (1891) und die „Schlacht von Borodino“ (1912) sind berühmte Panoramen Roubauds.

 

GND Nummer 116663154

Matrikel
Matrikelbuch 1841-1884
Matrikelnummer 3736
Seite
Name normiert Roubaud, Franz
Eintrittsdatum 25.10.1879
Semester
Fach normiert Malerei
URL Digitalisat http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/bsb00004661/images/index.html?id=00004661&fip=217.237.113.238&no=&seite=376
Quelle Matrikelbuch
Name Roubaud [gestrichen]
Vorname Franz [gestrichen]
Fach bei Einschreibung technische Malklasse
Lehrer bei Eintritt
Eintritt 25.10.1879
Austritt
Herkunftsort laut Matrikel aus Odessa (Rußland)
Geburtsdatum laut Matrikel
Alter 23
Konfession katholisch
Stand der Eltern dessen Vater: Kaufmann
Adresse
Eigenschaft
Bemerkungen Siehe No. 3526
Ergänzende Informationen
Weitere Lehrer
Austritt normiert
Geburtsdatum laut Sekundärliteratur 1856
Geburtsort laut Sekundärliteratur Odessa
Sterbedatum laut Sekundärliteratur 11.03.1928
Sterbeort laut Sekundärliteratur München
Herkunftsort heutiger Name Odessa
Herkunftsland historisch Rußland
Herkunftsland heute Ukraine
Konfession normiert Katholisch
Biografie

Der russische Maler Franz Roubaud (5./17.6.1856 Odessa - 11.3.1928 München) war Sohn des nach Russland emigrierten Kaufmanns Alexandre Roubaud und der aus Clermont-Ferrand stammenden Schneiderin Magdalena Senec. Bereits im Alter von sechs Jahren begann er erste Zeichenstudien, später folgten Studienaufenthalte im Kaukasus, die ihm von einem Gönner aus Tiflis finanziert wurden. Von 1877 bis 1878 studierte er an der Akademie in München bei Karl von Piloty, Otto Seitz und Wilhelm von Diez. Anschließend nahm er Unterricht bei Joszef Brandt. 1889 erhielt er durch den Prinzregenten Luitpold den Adelstitel und wurde durch die Zaren Alexander III. und Nikolaus II. gefördert. Auf den Münchner Glaspalast-Ausstellungen, an denen er jährlich teilnahm, wurde ihm 1892 und 1893 die Goldmedaille verliehen. Weitere Goldmedaillen erhielt er 1892 in Madrid, 1893 in Chicago, 1895 in Berlin und 1905 in St. Petersburg. Es folgten Aufenthalte in Paris und Sankt Petersburg. Dort war er in den Jahren 1903 bis 1912 auch Professor an der Kunstakademie. In Roubauds realistischen Bildern stehen das Volkslebens sowie der Kriege im Kaukasus im Mittelpunkt, reitende Tscherkessen, Troikas, Reiterspiele, russische Märkte, Truppenzüge und Gefechte. Er schuf mehrere große Panoramen, die alle von russischen Zaren angekauft wurden. Sein bekanntestes Werk ist das 100 Meter lange Panoramagemälde „Die Belagerung von Sewastopol“ (1904), für das eigens ein Museum errichtet wurde; auch die „Erstürmung des Auls Achulgo“ (1891) und die „Schlacht von Borodino“ (1912) sind berühmte Panoramen Roubauds.

 

GND Nummer 116663154
Interne Informationen
HiDA ID 00447420
Geschlecht männlich
Geo Ort Odessa, Odes'ka, Ukraine
Bemerkungen intern
Bilder []
Eintritt Jahr 1879
Geographische Verortung

Empfohlene Zitierweise

03736 Franz Roubaud, Matrikelbuch 1841-1884,
https://matrikel.adbk.de/matrikel/mb_1841-1884/jahr_1879/matrikel-03736
(Zugriff vom 23/01/26)