03235 Antoni Piotrowski

Eintritt: 28.10.1875 Fach: Naturklasse

Matrikelbuch 1841-1884
Matrikelnummer 3235
Seite
Name normiert Piotrowski, Antoni
Eintrittsdatum 28.10.1875
Semester
Fach normiert Naturklasse
http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/bsb00004661/images/index.html?id=00004661&fip=217.237.113.238&no=&seite=326

Name Piotrowski
Vorname Antoni
Fach bei Einschreibung Naturklasse
Lehrer bei Eintritt
Eintritt 28.10.1875
Austritt
Herkunftsort laut Matrikel aus Kunow
Geburtsdatum laut Matrikel
Alter 22
Konfession katholisch
Stand der Eltern dessen Vater: Gutsbesitzer
Adresse
Eigenschaft
Bemerkungen

Weitere Lehrer
Austritt normiert
Geburtsdatum laut Sekundärliteratur 07.09.1853
Geburtsort laut Sekundärliteratur Nietulisko bei Kunów
Sterbedatum laut Sekundärliteratur 12.12.1924
Sterbeort laut Sekundärliteratur Warschau
Herkunftsort heutiger Name Kunow
Herkunftsland historisch Österreich-Ungarn
Herkunftsland heute Polen
Konfession normiert Katholisch
Biografie

Der polnische Maler und Illustrator Antoni Piotrowski (7.9.1853 Nietulisko bei Kunów – 12.12.1924 Warschau) studierte ab 1867 an der Zeichenschule in Warschau bei W. Gerson und kam 1875 an die Akademie nach München, wo er sich bis 1877 bei Wilhelm von Lindenschmit und Alexander Strähuber weiterbilden ließ. Anschließend studierte er wenige Monate 1877/78 an der Kunstschule in Krakau bei Jan Matejko. 1878 zog er für vier Jahre nach Paris und kehrte 1882 zurück nach Krakau. 1885 war er als Zeichner und Berichterstatter für englische und französischer Blätter im bulgarisch-serbischen Krieg tätig (z.B. London News, Monde Illustré). Im Jahr 1900 ging er nach Warschau und war Mitbegründer der Künstlervereinigung „Sztuka“. Piotrowskis Gemälde „Massaker von Batak“ (1888), mit dem er 1892 an der Ersten Nationalen Ausstellung Bulgariens in Plovdiv teilnahm, ist heute wegen seiner historischen Bedeutung in Bulgarien sehr umstritten, auch wegen einiger Fotovorlagen, von denen nicht klar ist, ob sie für das Gemälde inszeniert wurden oder aus der Zeit des im Bild geschilderten Vorfalls stammen. Das Gemälde bezieht sich auf eine Attacke osmanischer Truppen auf die Zivilbevölkerung des bulgarischen Dorfes Batak im Frühjahr 1876, die in der nationalen Geschichtsschreibung als Aufstand der Dorfbewohner gegen die Osmanen gilt. Übergriffe auf die Zivilbevölkerung wurden jedenfalls zum Auslöser für die Intervention russischer Truppen und deren Angriffe auf das Osmanische Reich im Jahr 1877. Im Zuge dieser Kriege gründete sich 1878 der bulgarische Nationalstaat.

 

GND Nummer 109175212

Matrikel
Matrikelbuch 1841-1884
Matrikelnummer 3235
Seite
Name normiert Piotrowski, Antoni
Eintrittsdatum 28.10.1875
Semester
Fach normiert Naturklasse
URL Digitalisat http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/bsb00004661/images/index.html?id=00004661&fip=217.237.113.238&no=&seite=326
Quelle Matrikelbuch
Name Piotrowski
Vorname Antoni
Fach bei Einschreibung Naturklasse
Lehrer bei Eintritt
Eintritt 28.10.1875
Austritt
Herkunftsort laut Matrikel aus Kunow
Geburtsdatum laut Matrikel
Alter 22
Konfession katholisch
Stand der Eltern dessen Vater: Gutsbesitzer
Adresse
Eigenschaft
Bemerkungen
Ergänzende Informationen
Weitere Lehrer
Austritt normiert
Geburtsdatum laut Sekundärliteratur 07.09.1853
Geburtsort laut Sekundärliteratur Nietulisko bei Kunów
Sterbedatum laut Sekundärliteratur 12.12.1924
Sterbeort laut Sekundärliteratur Warschau
Herkunftsort heutiger Name Kunow
Herkunftsland historisch Österreich-Ungarn
Herkunftsland heute Polen
Konfession normiert Katholisch
Biografie

Der polnische Maler und Illustrator Antoni Piotrowski (7.9.1853 Nietulisko bei Kunów – 12.12.1924 Warschau) studierte ab 1867 an der Zeichenschule in Warschau bei W. Gerson und kam 1875 an die Akademie nach München, wo er sich bis 1877 bei Wilhelm von Lindenschmit und Alexander Strähuber weiterbilden ließ. Anschließend studierte er wenige Monate 1877/78 an der Kunstschule in Krakau bei Jan Matejko. 1878 zog er für vier Jahre nach Paris und kehrte 1882 zurück nach Krakau. 1885 war er als Zeichner und Berichterstatter für englische und französischer Blätter im bulgarisch-serbischen Krieg tätig (z.B. London News, Monde Illustré). Im Jahr 1900 ging er nach Warschau und war Mitbegründer der Künstlervereinigung „Sztuka“. Piotrowskis Gemälde „Massaker von Batak“ (1888), mit dem er 1892 an der Ersten Nationalen Ausstellung Bulgariens in Plovdiv teilnahm, ist heute wegen seiner historischen Bedeutung in Bulgarien sehr umstritten, auch wegen einiger Fotovorlagen, von denen nicht klar ist, ob sie für das Gemälde inszeniert wurden oder aus der Zeit des im Bild geschilderten Vorfalls stammen. Das Gemälde bezieht sich auf eine Attacke osmanischer Truppen auf die Zivilbevölkerung des bulgarischen Dorfes Batak im Frühjahr 1876, die in der nationalen Geschichtsschreibung als Aufstand der Dorfbewohner gegen die Osmanen gilt. Übergriffe auf die Zivilbevölkerung wurden jedenfalls zum Auslöser für die Intervention russischer Truppen und deren Angriffe auf das Osmanische Reich im Jahr 1877. Im Zuge dieser Kriege gründete sich 1878 der bulgarische Nationalstaat.

 

GND Nummer 109175212
Interne Informationen
HiDA ID
Geschlecht männlich
Geo Ort
Bemerkungen intern Welches Kunow? In Deutschland: Kunow Schwedt/Oder, Uckermark, BB oder Kunow Gumtow, Prignitz, BB; in Polen: Kunów, Kielce, Polen oder Kunów, Ostrowiecki, Heiligkreuz, Polen. [FJ]
Bilder []
Eintritt Jahr 1875
Geographische Verortung

Empfohlene Zitierweise

03235 Antoni Piotrowski, Matrikelbuch 1841-1884,
https://matrikel.adbk.de/matrikel/mb_1841-1884/jahr_1875/matrikel-03235
(Zugriff vom 05/01/26)