03057 Paul Hoecker

Eintritt: 19.10.1874 Fach: Antikenklasse

Matrikelbuch 1841-1884
Matrikelnummer 3057
Seite
Name normiert Höcker, Paul
Eintrittsdatum 19.10.1874
Semester
Fach normiert Antikenklasse
http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/bsb00004661/images/index.html?id=00004661&fip=217.237.113.238&no=&seite=308

Name Hoecker
Vorname Paul
Fach bei Einschreibung Antikenklasse
Lehrer bei Eintritt
Eintritt 19.10.1874
Austritt
Herkunftsort laut Matrikel aus Ober-Langenau (Böhmen)
Geburtsdatum laut Matrikel
Alter 20
Konfession katholisch
Stand der Eltern dessen Vater: Kaufmann
Adresse
Eigenschaft
Bemerkungen

Weitere Lehrer
Austritt normiert
Geburtsdatum laut Sekundärliteratur
Geburtsort laut Sekundärliteratur
Sterbedatum laut Sekundärliteratur
Sterbeort laut Sekundärliteratur
Herkunftsort heutiger Name Ober-Langenau
Herkunftsland historisch Österreich-Ungarn
Herkunftsland heute Tschechien
Konfession normiert Katholisch
Biografie

Paul Höcker (11.8.1854 Oberlangenau/Schlesien – 13.1.1910 München) kam 1874 als Zwanzigjähriger nach München und schrieb sich im Oktober desselben Jahres in die Antikenklasse der Münchner Kunstakademie ein. Von dort wechselte er in die Klasse des Genre-, Landschafts- und Historienmalers Wilhelm von Diez, wo er gemeinsam mit Schülern wie Ludwig Herterich, Adolf Hölzel oder Karl Stauffer-Bern bis zum Frühjahr 1879 studierte. Es folgten längere, wiederholte Aufenthalte in Paris, Holland, Holstein und Berlin, bis er 1888 endgültig nach München zurückkehrte und sich den Vertretern einer modernen naturalistischen Malrichtung anschloss. Höcker wurde im Dezember 1891 als Nachfolger Friedrich August von Kaulbach an die Münchner Akademie berufen, musste diese aber schon nach sieben Jahren wieder verlassen, nachdem seine Homosexualität skandalisiert worden war. Höcker galt unter seinen Zeitgenossen als der erste moderne Lehrer an der Münchner Kunstakademie. Schüler wie Kunstkritiker priesen nicht nur seinen liberalen Unterrichtsstil, sondern auch die von ihm an der Akademie vermittelte Methode der Pleinair-Malerei. Aus Höckers Klasse gingen bedeutende Schüler hervor. Nicht nur der Großteil der Illustratoren der 1896 gegründeten Zeitschriften „Die Jugend“ und „Simplicissimus“ sowie fast alle Scholle-Maler zählten zu seinen Schülern, auch bedeutende Künstler der nachfolgenden Generation hatten ihre Ausbildung bei ihm absolviert, darunter Bruno Paul, Karl Schmoll von Eisenwerth und Angelo Jank. Höcker verweilte im Anschluss an seine Entlassung zunächst in Italien, kehrte aber 1901 schließlich in seine Heimat nach Schlesien zurück.

 

GND Nummer 116923903

Matrikel
Matrikelbuch 1841-1884
Matrikelnummer 3057
Seite
Name normiert Höcker, Paul
Eintrittsdatum 19.10.1874
Semester
Fach normiert Antikenklasse
URL Digitalisat http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/bsb00004661/images/index.html?id=00004661&fip=217.237.113.238&no=&seite=308
Quelle Matrikelbuch
Name Hoecker
Vorname Paul
Fach bei Einschreibung Antikenklasse
Lehrer bei Eintritt
Eintritt 19.10.1874
Austritt
Herkunftsort laut Matrikel aus Ober-Langenau (Böhmen)
Geburtsdatum laut Matrikel
Alter 20
Konfession katholisch
Stand der Eltern dessen Vater: Kaufmann
Adresse
Eigenschaft
Bemerkungen
Ergänzende Informationen
Weitere Lehrer
Austritt normiert
Geburtsdatum laut Sekundärliteratur
Geburtsort laut Sekundärliteratur
Sterbedatum laut Sekundärliteratur
Sterbeort laut Sekundärliteratur
Herkunftsort heutiger Name Ober-Langenau
Herkunftsland historisch Österreich-Ungarn
Herkunftsland heute Tschechien
Konfession normiert Katholisch
Biografie

Paul Höcker (11.8.1854 Oberlangenau/Schlesien – 13.1.1910 München) kam 1874 als Zwanzigjähriger nach München und schrieb sich im Oktober desselben Jahres in die Antikenklasse der Münchner Kunstakademie ein. Von dort wechselte er in die Klasse des Genre-, Landschafts- und Historienmalers Wilhelm von Diez, wo er gemeinsam mit Schülern wie Ludwig Herterich, Adolf Hölzel oder Karl Stauffer-Bern bis zum Frühjahr 1879 studierte. Es folgten längere, wiederholte Aufenthalte in Paris, Holland, Holstein und Berlin, bis er 1888 endgültig nach München zurückkehrte und sich den Vertretern einer modernen naturalistischen Malrichtung anschloss. Höcker wurde im Dezember 1891 als Nachfolger Friedrich August von Kaulbach an die Münchner Akademie berufen, musste diese aber schon nach sieben Jahren wieder verlassen, nachdem seine Homosexualität skandalisiert worden war. Höcker galt unter seinen Zeitgenossen als der erste moderne Lehrer an der Münchner Kunstakademie. Schüler wie Kunstkritiker priesen nicht nur seinen liberalen Unterrichtsstil, sondern auch die von ihm an der Akademie vermittelte Methode der Pleinair-Malerei. Aus Höckers Klasse gingen bedeutende Schüler hervor. Nicht nur der Großteil der Illustratoren der 1896 gegründeten Zeitschriften „Die Jugend“ und „Simplicissimus“ sowie fast alle Scholle-Maler zählten zu seinen Schülern, auch bedeutende Künstler der nachfolgenden Generation hatten ihre Ausbildung bei ihm absolviert, darunter Bruno Paul, Karl Schmoll von Eisenwerth und Angelo Jank. Höcker verweilte im Anschluss an seine Entlassung zunächst in Italien, kehrte aber 1901 schließlich in seine Heimat nach Schlesien zurück.

 

GND Nummer 116923903
Interne Informationen
HiDA ID
Geschlecht männlich
Geo Ort Horní Lánov, Lánov, Czech Republic
Bemerkungen intern
Bilder []
Eintritt Jahr 1874
Geographische Verortung

Empfohlene Zitierweise

03057 Paul Hoecker, Matrikelbuch 1841-1884,
https://matrikel.adbk.de/matrikel/mb_1841-1884/jahr_1874/matrikel-03057
(Zugriff vom 23/01/26)