02551 Frank Duveneck

Eintritt: 10.01.1870 Fach: Antikenklasse

Matrikelbuch 1841-1884
Matrikelnummer 2551
Seite
Name normiert Duveneck, Frank
Eintrittsdatum 10.01.1870
Semester
Fach normiert Antikenklasse
http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/bsb00004661/images/index.html?id=00004661&fip=217.237.113.238&no=&seite=258

Name Duveneck
Vorname Frank
Fach bei Einschreibung Antikenklasse
Lehrer bei Eintritt
Eintritt 10.01.1870
Austritt
Herkunftsort laut Matrikel Aus Covington
Geburtsdatum laut Matrikel
Alter 21
Konfession katholisch
Stand der Eltern dessen Vater: Privatier
Adresse
Eigenschaft
Bemerkungen Erhielt am 12. April 1870 die Matrikel.

Weitere Lehrer
Austritt normiert
Geburtsdatum laut Sekundärliteratur 09.10.1848
Geburtsort laut Sekundärliteratur Covington (Kentucky)
Sterbedatum laut Sekundärliteratur 1919
Sterbeort laut Sekundärliteratur Cincinnati (Ohio)
Herkunftsort heutiger Name Covington (Kentucky)
Herkunftsland historisch USA
Herkunftsland heute USA
Konfession normiert Katholisch
Biografie

Der amerikanische Maler, Radierer und Bildhauer Frank Duveneck (9.10.1848 Covington/Ky. – 3.1.1919 Cincinnati/Ohio) wuchs als Sohn deutscher Immigranten in Covington auf. Er ging bei Wilhelm Lamprecht in Cincinnati, einem deutschen Einwanderer, der an der Münchner Kunstakademie studiert hatte, in die Lehre. In den nächsten Jahren arbeitete er mit einer Gruppe von Kirchenmalern in verschiedenen Städten des Mittleren Westen. Um sich in religiöser Kunst weiterzubilden, kam er 1870 an die Münchner Kunstakademie, wo er kurze Zeit bei Alexander Strähuber Zeichnen, dann aber bei Wilhelm Diez Malerei studierte und sich wie seine Klassenkameraden Ernst Zimmermann, Ludwig Löfftz und Alphons Spring zu einem herausragenden Vertreter der „alla prima“-Malerei nach dem Vorbild Wilhelm Leibls entwickelte. Er spezialisierte sich auf realistische Portraits und Genremalerei. 1873 in die USA zurückgekehrt stellte er 1875 in Boston mit großem Erfolg seine Münchner Gemälde aus. Noch im selben Jahr war er wieder an der Akademie in München, wo er zusammen mit William Merritt Chase und Joseph Frank Currier zum Anführer einer wachsenden Gruppe US-amerikanischer Schüler wurde. 1878 überredeten einige von ihnen Duveneck, sie privat in München und im oberbayerischen Polling zu unterrichten. Die sogenannten „Duveneck Boys“, unter ihnen John H. Twachtman, John W. Alexander, Julius Rolshoven und Theodore Wendel, folgten ihm 1879 nach Florenz und später nach Venedig. Nach Auflösung der Schule lebte er abwechselnd in Boston, London, Paris und Florenz. 1886 heiratete er die Malerin Elizabeth Boott, deren plötzlicher Tod 1888 zu einem starken Rückgang seiner künstlerischen Produktivität führte. Eine Marmor-Fassung des Grabmonuments, das er 1889/90 für seine verstorbene Ehefrau modellierte und das sich heute auf dem Allori Friedhof in Florenz befindet, wurde im Pariser Salon 1985 ausgezeichnet. 1896 wurde Duveneck der erste Präsident der neu gegründeten Society of Western Artists und lehrte ab 1900 an der Art Academy of Cincinnati. 1909 vollendete er einen Wandzyklus für die Kathedrale von Covington. Auf der Panama-Pacific Exposition 1915 in San Francisco wurde er mit einer Gold-Medaille für sein Lebenswerk geehrt.

GND Nummer 121225402

Matrikel
Matrikelbuch 1841-1884
Matrikelnummer 2551
Seite
Name normiert Duveneck, Frank
Eintrittsdatum 10.01.1870
Semester
Fach normiert Antikenklasse
URL Digitalisat http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/bsb00004661/images/index.html?id=00004661&fip=217.237.113.238&no=&seite=258
Quelle Matrikelbuch
Name Duveneck
Vorname Frank
Fach bei Einschreibung Antikenklasse
Lehrer bei Eintritt
Eintritt 10.01.1870
Austritt
Herkunftsort laut Matrikel Aus Covington
Geburtsdatum laut Matrikel
Alter 21
Konfession katholisch
Stand der Eltern dessen Vater: Privatier
Adresse
Eigenschaft
Bemerkungen Erhielt am 12. April 1870 die Matrikel.
Ergänzende Informationen
Weitere Lehrer
Austritt normiert
Geburtsdatum laut Sekundärliteratur 09.10.1848
Geburtsort laut Sekundärliteratur Covington (Kentucky)
Sterbedatum laut Sekundärliteratur 1919
Sterbeort laut Sekundärliteratur Cincinnati (Ohio)
Herkunftsort heutiger Name Covington (Kentucky)
Herkunftsland historisch USA
Herkunftsland heute USA
Konfession normiert Katholisch
Biografie

Der amerikanische Maler, Radierer und Bildhauer Frank Duveneck (9.10.1848 Covington/Ky. – 3.1.1919 Cincinnati/Ohio) wuchs als Sohn deutscher Immigranten in Covington auf. Er ging bei Wilhelm Lamprecht in Cincinnati, einem deutschen Einwanderer, der an der Münchner Kunstakademie studiert hatte, in die Lehre. In den nächsten Jahren arbeitete er mit einer Gruppe von Kirchenmalern in verschiedenen Städten des Mittleren Westen. Um sich in religiöser Kunst weiterzubilden, kam er 1870 an die Münchner Kunstakademie, wo er kurze Zeit bei Alexander Strähuber Zeichnen, dann aber bei Wilhelm Diez Malerei studierte und sich wie seine Klassenkameraden Ernst Zimmermann, Ludwig Löfftz und Alphons Spring zu einem herausragenden Vertreter der „alla prima“-Malerei nach dem Vorbild Wilhelm Leibls entwickelte. Er spezialisierte sich auf realistische Portraits und Genremalerei. 1873 in die USA zurückgekehrt stellte er 1875 in Boston mit großem Erfolg seine Münchner Gemälde aus. Noch im selben Jahr war er wieder an der Akademie in München, wo er zusammen mit William Merritt Chase und Joseph Frank Currier zum Anführer einer wachsenden Gruppe US-amerikanischer Schüler wurde. 1878 überredeten einige von ihnen Duveneck, sie privat in München und im oberbayerischen Polling zu unterrichten. Die sogenannten „Duveneck Boys“, unter ihnen John H. Twachtman, John W. Alexander, Julius Rolshoven und Theodore Wendel, folgten ihm 1879 nach Florenz und später nach Venedig. Nach Auflösung der Schule lebte er abwechselnd in Boston, London, Paris und Florenz. 1886 heiratete er die Malerin Elizabeth Boott, deren plötzlicher Tod 1888 zu einem starken Rückgang seiner künstlerischen Produktivität führte. Eine Marmor-Fassung des Grabmonuments, das er 1889/90 für seine verstorbene Ehefrau modellierte und das sich heute auf dem Allori Friedhof in Florenz befindet, wurde im Pariser Salon 1985 ausgezeichnet. 1896 wurde Duveneck der erste Präsident der neu gegründeten Society of Western Artists und lehrte ab 1900 an der Art Academy of Cincinnati. 1909 vollendete er einen Wandzyklus für die Kathedrale von Covington. Auf der Panama-Pacific Exposition 1915 in San Francisco wurde er mit einer Gold-Medaille für sein Lebenswerk geehrt.

GND Nummer 121225402
Interne Informationen
HiDA ID 11004690
Geschlecht männlich
Geo Ort Covington, KY, USA
Bemerkungen intern
Bilder []
Eintritt Jahr 1870
Geographische Verortung

Empfohlene Zitierweise

02551 Frank Duveneck, Matrikelbuch 1841-1884,
https://matrikel.adbk.de/matrikel/mb_1841-1884/jahr_1870/matrikel-02551
(Zugriff vom 27/01/26)