01556 Johann Matejko

Eintritt: 30.12.1858 Fach: Malerei

Matrikelbuch 1841-1884
Matrikelnummer 1556
Seite
Name normiert Matejko, Jan
Eintrittsdatum 30.12.1858
Semester
Fach normiert Malerei
http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/bsb00004661/images/index.html?id=00004661&fip=217.237.113.238&no=&seite=159

Name Matejko
Vorname Johann
Fach bei Einschreibung Malklasse
Lehrer bei Eintritt
Eintritt 30.12.1858
Austritt
Herkunftsort laut Matrikel Aus Krakau
Geburtsdatum laut Matrikel
Alter 20
Konfession katholisch
Stand der Eltern dessen Vater: Gutsbesitzer
Adresse
Eigenschaft
Bemerkungen Erhielt am 12. Januar 1859 die Matrikel.

Weitere Lehrer
Austritt normiert
Geburtsdatum laut Sekundärliteratur 24.06.1838
Geburtsort laut Sekundärliteratur Krakau
Sterbedatum laut Sekundärliteratur 01.11.1893
Sterbeort laut Sekundärliteratur Krakau
Herkunftsort heutiger Name Krakau
Herkunftsland historisch Polen
Herkunftsland heute Polen
Konfession normiert Katholisch
Biografie

Der polnische Historienmaler Jan Alojzy Matejko (24.6.1838 Krakau - 1.11.1893 ebd.) begann 14jährig ein Kunststudium an der Krakauer Akademie der Schönen Künste. Seine Lehrer waren unter anderem Wojciech Korneli Stattler und Władysław Łuszczkiewicz. Nach seinem Abschluss 1858 in Krakau erhielt er ein zweijähriges Stipendium für einen Auslandsaufenthalt, mit dem er 1858/1859 die Münchener Akademie besuchte, wo er als Schüler von Hermann Anschütz lernte. Das Jahr in München waren für Matejko prägend. Danach änderte er seine Auffassung der Historienmalerei und arbeitete bereits fertige Illustrationen in historische Anekdoten um. Die riesigen, vielfigurigen Szenen, die nun entstanden, weisen in ihrer Komposition und der Behandlung von Details starke Einflüsse Kaulbachs und Pilotys auf. Nach einem kurzen Aufenthalt an der Akademie in Wien 1860 kehrte er nach Krakau zurück, wo er 1873 Direktor der dortigen Kunstschule wurde. Matejko erhielt zahlreiche Auszeichnungen, so auch 1865 in Paris eine Goldmedaille für das Bild „Predigt des Skarga“ („Kazanie Skargi“), 1867 für das Bild „Rejtan“ (Rejtan“). 1873 ernannte man ihn zum Mitglied der Akademie des Beaux-Arts in Paris. Matejko fertigte neben großen Ölgemälden auch zahlreiche Aquarelle und Zeichnungen an und sammelte Waffen, Kleidung und Handwerksutensilien. Bekannt wurde er unter anderem durch seine Bildnis-Reihe „Galerie der polnischen Könige“ („Poczet Królów Polskich“) sowie durch die Gemälde „Schlacht bei Grunwald“ (Bitwa pod Grunwaldem) und „Huldigung der Preußen an die Polen“ („Hołd Pruski“). Matejko verdankte seinen Ruhm nicht zuletzt seiner eigenen patriotischen Einstellung und dem nationalpolitischen Gehalt seiner Historiengemälde, mit denen er die geschichtliche Vergangenheit Polens zu neuem Leben erwecken wollte. Prägend für ihn und seine Kunst war vor allem der Verlust des Januaraufstands 1863 gegen die russische Teilungsmacht, in dem er seinen besten Freund verlor (durch die Dritte Teilung Polens 1795 hatte der Staat aufgehört, als solcher zu existieren). Matejko gilt auch noch heute als der talentierteste Historienmaler seines Landes. Nach seinem Tod 1893 engagierte sich ein Bürgerkomitee für die Errichtung eines Museums. Auch die Kunstakademie, die er in seiner Heimatstadt Krakau besuchte, trägt seither seinen Namen.

GND Nummer 118578804

Matrikel
Matrikelbuch 1841-1884
Matrikelnummer 1556
Seite
Name normiert Matejko, Jan
Eintrittsdatum 30.12.1858
Semester
Fach normiert Malerei
URL Digitalisat http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/bsb00004661/images/index.html?id=00004661&fip=217.237.113.238&no=&seite=159
Quelle Matrikelbuch
Name Matejko
Vorname Johann
Fach bei Einschreibung Malklasse
Lehrer bei Eintritt
Eintritt 30.12.1858
Austritt
Herkunftsort laut Matrikel Aus Krakau
Geburtsdatum laut Matrikel
Alter 20
Konfession katholisch
Stand der Eltern dessen Vater: Gutsbesitzer
Adresse
Eigenschaft
Bemerkungen Erhielt am 12. Januar 1859 die Matrikel.
Ergänzende Informationen
Weitere Lehrer
Austritt normiert
Geburtsdatum laut Sekundärliteratur 24.06.1838
Geburtsort laut Sekundärliteratur Krakau
Sterbedatum laut Sekundärliteratur 01.11.1893
Sterbeort laut Sekundärliteratur Krakau
Herkunftsort heutiger Name Krakau
Herkunftsland historisch Polen
Herkunftsland heute Polen
Konfession normiert Katholisch
Biografie

Der polnische Historienmaler Jan Alojzy Matejko (24.6.1838 Krakau - 1.11.1893 ebd.) begann 14jährig ein Kunststudium an der Krakauer Akademie der Schönen Künste. Seine Lehrer waren unter anderem Wojciech Korneli Stattler und Władysław Łuszczkiewicz. Nach seinem Abschluss 1858 in Krakau erhielt er ein zweijähriges Stipendium für einen Auslandsaufenthalt, mit dem er 1858/1859 die Münchener Akademie besuchte, wo er als Schüler von Hermann Anschütz lernte. Das Jahr in München waren für Matejko prägend. Danach änderte er seine Auffassung der Historienmalerei und arbeitete bereits fertige Illustrationen in historische Anekdoten um. Die riesigen, vielfigurigen Szenen, die nun entstanden, weisen in ihrer Komposition und der Behandlung von Details starke Einflüsse Kaulbachs und Pilotys auf. Nach einem kurzen Aufenthalt an der Akademie in Wien 1860 kehrte er nach Krakau zurück, wo er 1873 Direktor der dortigen Kunstschule wurde. Matejko erhielt zahlreiche Auszeichnungen, so auch 1865 in Paris eine Goldmedaille für das Bild „Predigt des Skarga“ („Kazanie Skargi“), 1867 für das Bild „Rejtan“ (Rejtan“). 1873 ernannte man ihn zum Mitglied der Akademie des Beaux-Arts in Paris. Matejko fertigte neben großen Ölgemälden auch zahlreiche Aquarelle und Zeichnungen an und sammelte Waffen, Kleidung und Handwerksutensilien. Bekannt wurde er unter anderem durch seine Bildnis-Reihe „Galerie der polnischen Könige“ („Poczet Królów Polskich“) sowie durch die Gemälde „Schlacht bei Grunwald“ (Bitwa pod Grunwaldem) und „Huldigung der Preußen an die Polen“ („Hołd Pruski“). Matejko verdankte seinen Ruhm nicht zuletzt seiner eigenen patriotischen Einstellung und dem nationalpolitischen Gehalt seiner Historiengemälde, mit denen er die geschichtliche Vergangenheit Polens zu neuem Leben erwecken wollte. Prägend für ihn und seine Kunst war vor allem der Verlust des Januaraufstands 1863 gegen die russische Teilungsmacht, in dem er seinen besten Freund verlor (durch die Dritte Teilung Polens 1795 hatte der Staat aufgehört, als solcher zu existieren). Matejko gilt auch noch heute als der talentierteste Historienmaler seines Landes. Nach seinem Tod 1893 engagierte sich ein Bürgerkomitee für die Errichtung eines Museums. Auch die Kunstakademie, die er in seiner Heimatstadt Krakau besuchte, trägt seither seinen Namen.

GND Nummer 118578804
Interne Informationen
HiDA ID 20040244
Geschlecht männlich
Geo Ort Cracow, Poland
Bemerkungen intern

Jan Matejko : 1838 - 1893 ; Gemälde - Aquarelle - Zeichn. ; Kunsthalle Nürnberg, 26.3 - 25.4.1982 ; Herzog-Anton-Ulrich-Museum, Braunschweig, 16.5. - 27.6.1982 ; Städt. Wessenberg-Gemäldegalerie, Konstanz, 11.7. - 15.8.1982 / [hrsg. von d. Kunsthalle Nürnberg in Zsarb. mit d. Herzog-Anton-Ulrich-Museum, Braunschweig ... Katalogred. Wolfgang Horn ... Kataloggestaltung Wolfgang Weber. Vorw. Tadeusz Chruscicki. Katalog Barbara Kuczala. Übers. Elzbieta Hajok ...]. - Nürnberg : Kunsthalle, 1982. - 136 S. : 97 Ill. (z.T. farb.).
MAE

Bilder []
Eintritt Jahr 1858
Geographische Verortung

Empfohlene Zitierweise

01556 Johann Matejko, Matrikelbuch 1841-1884,
https://matrikel.adbk.de/matrikel/mb_1841-1884/jahr_1858/matrikel-01556
(Zugriff vom 23/01/26)