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00421 Louise Seidler

Eintritt: 20.07.1817 Fach: Malerei
1809-1841
421
Seidler, Louise Caroline Sophie
20.07.1817
Malerei
http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/bsb00004660/images/index.html?id=00004660&fip=217.237.113.238&no=&seite=45
Matrikel
1809-1841
421
Seidler, Louise Caroline Sophie
20.07.1817
Malerei
http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/bsb00004660/images/index.html?id=00004660&fip=217.237.113.238&no=&seite=45
Quelle Matrikelbuch
Seidler
Louise
Portrait- und Historienmalerey
20.07.1817
Jena
Ergänzende Informationen
15.05.1786
Jena
07.11.1866
Weimar
Jena
Deutschland
Keine Angaben

Die deutsche Malerin Louise Caroline Sophie Seidler (15.5.1786 Jena - 7.11.1866 Weimar) besuchte von 1800 bis 1803 das Pensionat der „Doctorin Stieler“ in Gotha, wo sie zur Erzieherin ausgebildet werden sollte. Dort lernte sie Friedrich Doell kennen, bei dem sie ihren ersten Zeichenunterricht erhielt. 1806 kehrte sie zurück nach Jena und lernte bei Jacob Wilhelm Roux Pastellmalerei. In Jena hatte sie Zugang zur Bildungselite und lernte Schelling, Hegel, Alexander und Wilhelm von Humboldt, Friedrich und August Wilhelm Schlegel, Brentano und Goethe kennen. Ab 1810 nahm sie Unterricht bei Christian Leberecht Vogel und Gerhard von Kügelgen in Dresden. Im Winter 1811 portraitierte sie Herzog Carl August von Gotha und seine Frau Herzogin Karoline Amalie. 1816 erhielt sie ihren ersten größeren Auftrag, vermittelt durch Johann Wolfgang von Goethe: ein Votivbild des Heiligen Rochus für die Wallfahrtskirche in Bingen nach einem Entwurf von Heinrich Meyer. Im Anschluss daran bekam sie auf Veranlassung Goethes 1817 ein Stipendium sowie großherzogliche Empfehlungsschreiben, die ihr das Studium an der Akademie der Bildenden Künste München bei Johann Peter und Robert von Langer ermöglichten. Allmählich entfernte sie sich vom Kopieren nach Gemälden und begann mit dem Naturstudium. 1818 ging sie mit einem Stipendium nach Rom, wo sie im Kreise der Nazarener Julius Schnorr von Carolsfeld, Joseph Anton Koch, Friedrich Overbeck, Wilhelm von Schadow und Bertel Thorvaldsen arbeitete. Dort freundete sie sich auch mit Marie Ellenrieder an, die bereits vor ihr an der Münchner Akademie studiert hatte. Im Frühling 1819 verbrachte sie mehrere Monate in Neapel und im Herbst 1820 in Florenz, um für Herzog Carl August Werke der Renaissance zu kopieren. Eine Kopie der "Madonna Tempi", kaufte König Ludwig I. von Bayern 1826 für die Pinakothek in München. Zu dieser Zeit entstanden auch erste eigene Kompositionen. 1823 kehrte sie aus Italien nach Weimar zurück, um die Prinzessinnen Marie und Auguste von Sachsen-Weimar-Eisenach im Zeichnen zu unterrichten. Aufgrund der Anerkennung und Förderung Goethes wurde sie schließlich 1824 zur ersten Kustodin in Deutschland an der Herzoglichen Gemäldegalerie Gotha ernannt. 1832 unternahm sie eine weitere Reise nach Rom, wo sie eine freundschaftliche Beziehung zum Maler Friedrich Preller pflegte, der sie zu Heiligen- und Andachtsbildern inspirierte. Nach ihrer Rückkehr wurde Seidler 1835 zur Hofmalerin von Sachsen-Weimar-Eisenach ernannt. 1843 erhielt sie vom Großherzog Carl Friedrich die goldene Zivil-Verdienstmedaille für Kunst und Wissenschaft. Sie unterrichtete weiterhin Schüler im Zeichnen sowie in Kunstgeschichte und gab zusammen mit Joseph Schmeller ein Lehrbuch zur Anleitung für den Zeichenunterricht heraus. Bis 1860 beteiligte sie sich an Ausstellungen in Dresden, Weimar und Berlin. Als sie fast vollständig erblindete, musste sie aufhören zu arbeiten. Die vor ihrem Tode verfasste Autobiographie "Erinnerungen aus dem Lebe der Malerin Louise Seidler" zählt heute zu einer der wichtigsten Quellen jener Zeit. Für einige Gemälde Georg Friedrich Kerstings war sie das Modell.

118760653
Interne Informationen
00337000
weiblich
Jena, Germany
[]
1817
Koordinaten
POINT (11.587011 50.926999)
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Titel, Beschreibung
2,0

Empfohlene Zitierweise

00421 Louise Seidler, Matrikelbuch 1809-1841,
https://matrikel.adbk.de/matrikel/mb_1809-1841/jahr_1817/matrikel-00421
(Zugriff vom 20/05/19)

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