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00229 Maria Ellenrieder

Eintritt: 27.07.1813 Fach: Malerei
1809-1841
229
Ellenrieder, Maria
27.07.1813
Malerei
http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/bsb00004660/images/index.html?id=00004660&fip=217.237.113.238&no=&seite=26
Matrikel
1809-1841
229
Ellenrieder, Maria
27.07.1813
Malerei
http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/bsb00004660/images/index.html?id=00004660&fip=217.237.113.238&no=&seite=26
Quelle Matrikelbuch
Ellenrieder
Maria
Mignaturenmalerey
27.07.1813
Constanz
21
Ergänzende Informationen
20.03.1791
Konstanz
05.06.1863
Konstanz
Konstanz
Baden
Deutschland
Keine Angaben

Die deutsche Malerin, Zeichnerin und Radiererin Marie Ellenrieder (20.3.1791 Konstanz – 5.6.1863 ebd.) begann mit 19 Jahren eine dreijährige Lehre beim Miniaturmaler Joseph Bernhard Einsle. Ihr Förderer, der Konstanzer Generalvikar Ignaz Heinrich Freiherr von Wessenberg setzte sich anschließend beim Direktor der Münchner Akademie, Johann Peter von Langer, für ihre Aufnahme ein. Ellenrieder ist damit die erste Frau, die an einer deutschen Kunstakademie studieren durfte. Ihr Studium der Historienmalerei in München dauerte mit mehreren kürzeren Unterbrechungen von 1813 bis 1820. Bis 1822 war sie abwechselnd in Konstanz, Freiburg im Breisgau, Zürich und Schaffhausen als Portraitistin tätig. Bereits 1819 malte sie am Fürstenbergischen Hof in Donaueschingen Portraits des Fürsten Carl Egon und seiner Gemahlin, 1820 war sie erstmals für den Hof des badischen Großherzogs in Karlsruhe tätig. Ein Auftrag der Pfarrgemeinde Ichenheim bei Offenburg für drei großformatige Altarbilder markierte die entscheidende Hinwendung zur religiösen Malerei. Im Oktober 1822 reiste Ellenrieder zur Vervollständigung der Ausbildung nach Rom, wo sie die Werke von Fra Angelico, Perugino und Raffael studierte. Die Malerin Louise Seidler, die sie von der Münchener Akademie kannte, führte sie in die Kreise der in Rom lebenden deutschen Künstler ein. Im Juli 1824 kehrte die unter Depressionen leidende Malerin mit dem Vorsatz nach Deutschland zurück, ihre Kunst ausschließlich in den Dienst der Religion zu stellen. Ellenrieders enge Beziehung zum badischen Fürstenhaus verhalf ihr zu einigen Aufträgen für bedeutende Altarwerke. 1827 erhielt sie als erste Frau vom Kunstverein Karlsruhe die Goldmedaille für Malerei. Großherzog Ludwig verlieh ihr das Band des Vaterländischen Verdienstordens und ernannte sie am 9.9.1829 zur badischen Hofmalerin. 1834 kehrte sie zurück nach Konstanz, wo sie erneut von Depressionen heimgesucht wurde. 1838 reiste sie ein zweites Mal nach Italien. In Rom arbeitete sie im Auftrag des badischen Großherzogs am Entwurf eines großformatigen Altarbildes, das sie nach ihrer Rückkehr bis 1842 in Karlsruhe ausführte (Schloß-Kapelle, Kallenberg bei Coburg). Die folgenden Jahre in Konstanz waren durch Krankheiten geprägt. Dennoch blieb die Nachfrage nach ihren Portraits und religiösen Darstellungen groß. 1847 und 1849 malt sie zwei großformatige religiöse Gemälde für die englische Königin Victoria (Isle of Wight, Osbourne House). Neben Angelika Kauffmann gehörte Ellenrieder zu den erfolg- und einflussreichsten Malerinnen ihrer Zeit.

 

118688731
Interne Informationen
11005810
weiblich
Konstanz, Germany
[]
1813
Koordinaten
POINT (9.17206 47.661278)
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Titel, Beschreibung
2,0

Empfohlene Zitierweise

00229 Maria Ellenrieder, Matrikelbuch 1809-1841,
https://matrikel.adbk.de/matrikel/mb_1809-1841/jahr_1813/matrikel-00229
(Zugriff vom 05/08/20)

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