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02486 Willi Geiger

Eintritt: 18.10.1902 Fach: Malerei
1884-1920
2486
Geiger, Willi
18.10.1902
Malerei
http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/bsb00004662/images/index.html?id=00004662&fip=217.237.113.238&no=&seite=251
Matrikel
1884-1920
2486
Geiger, Willi
18.10.1902
Malerei
http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/bsb00004662/images/index.html?id=00004662&fip=217.237.113.238&no=&seite=251
Quelle Matrikelbuch
Geiger
Willi
Malschule Stuck
18.10.1902
Schönbrunn, Niederbayern
24
katholisch
Volksschullehrer
Ergänzende Informationen
27.08.1878
Schönbrunn/Landshut
01.02.1971
München
Landshut
Bayern
Deutschland
Katholisch

Der deutsche Maler, Zeichner, Graphiker, Illustrator und Karikaturist Willi Geiger (27.8.1878 Schönbrunn/Landshut - 1.2.1971 München) studierte von 1897 bis 1898 an der Kunstgewerbeschule in München und anschließend bis 1901 am Polytechnikum, wo er das Zeichenlehrerexamen machte. Nachdem er sich an der Malschule von Anton Azbé auf die Aufnahmeprüfung vorbereitet hatte, studierte er zwischen 1902 und 1905 an der Münchner Akademie Malerei bei Franz von Stuck und Radierung bei Peter von Halm. In dieser Zeit entstanden erste Graphikfolgen, für die er den Graf-Schack-Preis der Akademie erhielt, der ihm eine zweijährige Reise nach Rom, Paris und Madrid ermöglichte. Ab Herbst 1907 arbeitete er als freier Graphiker in München und heiratete die Künstlerin Klara Weiß, die anschließend ihre künstlerische Arbeit aufgab. 1909 erhielt er den Villa-Romana-Preis und studierte zusammen mit Paul Baum und Adolf Schinnerer bis 1910 in Florenz. 1911 lebte Geiger in Berlin, wo u.a. drei „Tauromachie-Zyklen“ entstanden, die zwischen 1912 und 1914 bei Paul Cassirer publiziert wurden. Geiger unterhielt seitdem rege Kontakte zu Bruno Paul, Joseph Wackerle, Richard Dehmel, Else Lasker-Schüler und Alfred Kerr. Von 1914 bis 1918 absolvierte er seinen Kriegsdienst und kehrte anschließend nach München zurück. Von 1920 bis 1923 lehrte er an der dortigen Kunstgewerbeschule. Sein anschließender Versuch, auf Dauer in Spanien zu leben, scheiterte. 1925 kehrte er nach München zurück. Ab 1928 unterrichtete er als Professor an der Staatlichen Akademie für Graphik und Buchkunst in Leipzig. Es folgte ein erneuter Aufenthalt in der Villa Massimo in Rom. Im Juli 1933 wurde Geiger durch die Nationalsozialisten fristlos entlassen. Er lebte bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges zurückgezogen in München und Feldwies am Chiemsee, hatte aber nicht – wie häufig dargestellt – Malverbot und führte weiterhin Portraits sowie Wandbilder aus (z.B. „Schlacht der Römer gegen die Germanen“, Prinz-Franz-Kaserne, Kempten 1941; zerstört). Einige Werke Geigers wurden aus öffentlichen Sammlungen beschlagnahmt. Mappen wie „Eine Abrechnung“ und „Zwölf Jahre“, die seine kritische Haltung gegenüber dem nationalsozialistischen Regime offenbarten, wurden erst 1947 publiziert. 1946 wurde er an die Münchner Akademie berufen, wo er bis 1950 eine Malklasse leitete und anschließend zum Ehrenmitglied ernannt wurde. 1948 wurde er außerdem Ehrenbürger der Stadt Landshut, 1951 erhielt er den Kulturpreis der Stadt München, 1958 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse und 1963 den Schwabinger Kunstpreis.

 

Ort nicht verifizierbar, gibt 2 Schönbrunn in Niederbayern. [MAE]

118538195
Interne Informationen
männlich
[]
1902
Koordinaten
POINT (12.181091 48.54616)
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Titel, Beschreibung
2,0

Empfohlene Zitierweise

02486 Willi Geiger, Matrikelbuch 1884-1920,
http://matrikel.adbk.de/matrikel/mb_1884-1920/jahr_1902/matrikel-02486
(Zugriff vom 22/11/17)

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