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02178 Wassily Kandinsky

Eintritt: 17.10.1900 Fach: Malerei
1884-1920
2178
Kandinsky, Wassily Wassiljewitsch
17.10.1900
Malerei
http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/bsb00004662/images/index.html?id=00004662&fip=217.237.113.238&no=&seite=220
Matrikel
1884-1920
2178
Kandinsky, Wassily Wassiljewitsch
17.10.1900
Malerei
http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/bsb00004662/images/index.html?id=00004662&fip=217.237.113.238&no=&seite=220
Quelle Matrikelbuch
Dr. jur. Kondinsky
Wassily
Malschule Stuck
17.10.1900
Moskau : Russl.
29
orthodox
Mitgl. des Rathauses Odessa
Ergänzende Informationen
04.12.1866
Moskau
13.12.1944
Neuilly-sur-Seine
Moskau
Rußland
Russische Föderation
Orthodox

Der russische Maler, Graphiker, Dichter und Kunsttheoretiker Wassily Kandinsky (4.12.1866 Moskau - 13.12.1944 Neuilly-sur-Seine) studierte in Moskau Jura und Nationalökonomie und wurde anschließend Dozent an der Moskauer Universität. Auf einer Expedition der Moskauer Gesellschaft für Ethnologie und Anthropologie in das nördliche Ural-Gebirge 1889 faszinierten ihn die abstrakten, symbolischen Bemalungen der Trommeln der syrjanischen Urvölker. Einflüsse sind in Kandinskys malerische Frühwerk zu erkennen. 1892 heiratete er Anna Tschimjakin und zog 1896 nach München. Dort studierte er erst an der privaten Malschule von Anton Azbè, danach ein Jahr an der Kunstakademie bei Franz von Stuck. Bei der Einschreibung gab er ein jüngeres Alter an. 1901 gründete er, unter anderem mit Wilhelm Hüsgen, die Künstlergruppe „Phalanx“ und arbeitete bis 1908 als Lehrer an der gleichnamigen Kunstschule, wo er Gabriele Münter begegnete. Er wurde Mitglied der Berliner Sezession, des Deutschen Künstlerbundes und des Salon D’Automne Paris. 1908 zog er mit Gabriele Münter nach Murnau. Dort entstanden zahlreiche Landschaftsstudien. Er kam in Kontakt mit Rudolf Steiners Theosophie und Anthroposophie, die er fortan in theoretischen Schriften auf die Kunst übertrug. 1909 wurde er zum Vorsitzenden der „Neuen Künstlervereinigung München“ gewählt, der unter anderem Alexej von Jawlensky, Marianne von Werefkin, Alexander Kanoldt und Alfred Kubin angehörten. Parallel entwickelte sich sein Stil zur Abstraktion. Als die Jury der dritten Ausstellung der „Neuen Künstlervereinigung“ seine abstrakte „Komposition V“ (1910) ablehnte, trat er aus dieser aus. 1911 gründete er mit Franz Marc die Redaktion „Almanach – Der Blaue Reiter“ und organisierte eine Ausstellung in der Modernen Galerie Thannhauser. Begleitend brachten sie 1912 den gleichnamigen Almanach heraus. Im gleichen Jahr erschien auch Kandinskys einflussreiche kunsttheoretische Schrift „Über das Geistige in der Kunst“ im Verlag R. Piper. Seine Gedanken waren für die Entwicklung der abstrakten Malerei von grundlegender Bedeutung; einer der ersten Leser des Buches war offenbar der junge Macel Duchamp, der sich um diese Zeit in München aufhielt. Nach Ausbruch des Krieges floh Kandinsky 1914 mit Münter in die Schweiz. Er reiste schließlich alleine nach Moskau weiter, wo er u.a. Mitglied der „Staatlichen kunstindustriellen Werkstätten“, Leiter des Staatlichen Museums für Malkultur sowie 30 weiterer Provinzmuseen und schließlich Lehrer der Kunsttheorie an der Moskauer Universität wurde. 1917 heiratete er Nina Andreewsky. 1922 folgte er dem Ruf Walter Gropius’ ans Bauhaus in Weimar. Bis 1933 gab er am Bauhaus in Weimar, Dessau und Berlin Unterricht in Formtheorie und analytischem Zeichnen. Nicht zuletzt auch vom russischen Konstruktivismus inspiriert, setzten sich zunehmend geometrische Strukturen in seinen Bildern durch. 1924 gründete er mit Lyonel Feininger, Paul Klee und Alexej von Jawlensky die Künstlergruppe „Die Blauen Vier“. 1926 erschien seine Schrift „Punkt und Linie zu Fläche“. Mit der Schließung des Bauhaus 1933 verließ Kandinsky Deutschland und ging nach Frankreich. Er wurde Mitglied der Künstlerbewegung Abstraction-Création in Paris und nahm an den Ausstellungen „Abstract and Concrete“ und „Cubism and Abstract Art“ in London teil. 1937 wurden etliche seiner Werke in deutschen Museen beschlagnahmt und in der Ausstellung „Entartete Kunst“ diffamiert. Er setzte seine künstlerische Arbeit auch während der deutschen Besatzung in Paris fort. Kandinsky gilt als einer der großen Pioniere der Kunst des 20. Jahrhunderts. Als Maler wie als Kunsttheoretiker hat er – in Anlehnung an Klangtheorien der Musik – den Weg für die vom Gegenständlichen gelöste, abstrakte Malerei bereitet.

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Interne Informationen
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männlich
Russia, Moskva, Moskva
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1900
Koordinaten
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Titel, Beschreibung
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Empfohlene Zitierweise

02178 Wassily Kandinsky, Matrikelbuch 1884-1920,
http://matrikel.adbk.de/matrikel/mb_1884-1920/jahr_1900/matrikel-02178
(Zugriff vom 22/11/17)

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