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00303 Joseph Georg Sharp

Eintritt: 18.10.1886 Fach: Naturklasse
1884-1920
303
Sharp, Joseph Henry
18.10.1886
Naturklasse
http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/bsb00004662/images/index.html?id=00004662&fip=217.237.113.238&no=&seite=33
Matrikel
1884-1920
303
Sharp, Joseph Henry
18.10.1886
Naturklasse
http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/bsb00004662/images/index.html?id=00004662&fip=217.237.113.238&no=&seite=33
Quelle Matrikelbuch
Sharp
Joseph Georg
Naturklasse Gysis
18.10.1886
aus Ivanton [?, unleserlich] (Amerika)
27
protestantisch
dessen Vater: Kaufmann +
Ergänzende Informationen
27.09.1859
Bridgeport/Ohio
1953
Pasadena/Kalifornien
USA
USA
Evangelisch

Der amerikanische Maler Joseph Henry Sharp (27.9.1859 Bridgeport/Ohio – 1953 Pasadena/Kalifornien) wurde als Sohn irischer Emigranten geboren. Bereits im Kindesalter verlor er bei einem Unfall fast vollständig sein Hörvermögen, weswegen der Besuch einer Schule für ihn unmöglich wurde. Er arbeitete in Fabriken, um sich die Ausbildung an der McMicken Kunstschule in Cincinnati zu finanzieren. Anschließend reiste er nach Europa und studierte Historienmalerei bei Charles Verlat an der Akademie in Antwerpen. 1883 reiste er durch den Westen der USA und verbrachte längere Zeit in New Mexico. Zu dieser Zeit entstanden seine ersten Portraitstudien amerikanischer Ureinwohner. Anschließend ging er nach Deutschland und studierte bei Carl von Marr an der Münchner Kunstakademie. Es folgten Aufenthalte in Italien, Frankreich und Spanien. Erst 1892 kehrte Sharp zurück nach Cincinnati und reiste 1893 zum ersten Mal im Auftrag der „Harper’s Weekly“ nach Taos, in eine der ältesten Indianer-Siedlungen in New Mexico, wo er – beeindruckt von dem unberührten Leben des Pueblo-Indianerstammes – zahlreiche Portraits und Studien anfertigte. Er reiste erneut nach Europa, um seine Ausbildung fortzusetzen und studierte in Paris u.a. bei Jean Paul Laurens. Dort machte er Bekanntschaft mit Burt Phillips und Ernest Blumenschein, mit denen er 1898 durch den Westen der USA reiste. Danach unterrichtete er in Cincinnati. Er beschickte 1900 die Weltausstellung in Paris mit seinen Portraitstudien, wodurch er die Aufmerksamkeit des Präsidenten Theodore Roosevelt erregte. Die Smithsonian Institution erwarb daraufhin elf seiner Portraits und Sharp erhielt ein eigenes Studio, wodurch er finanziell unabhängig war. Sich der Vergänglichkeit der indianischen Kultur bewusst, sammelte Sharp Artefakte und Kostüme der Plains- und Pueblo-Indianer, um sie zu konservieren. 1912 verlegte er sein Atelier nach Taos und wurde Mitglied der „Taos Society of Artists“, die von amerikanischen Künstlern der Ostküste begründet wurde, u.a. Bert Kreuzkopf, Ernest Blumenschein und Burt Phillips. In den 20er Jahren bereiste er Spanien, Afrika, Südamerika, Japan und China. Schließlich kaufte er ein Haus in Pasadena, Kalifornien, und arbeitete fortan hauptsächlich an Landschaften und Blumenstillleben.

 

 

Ort unleserlich. [MAE]

134108515
Interne Informationen
männlich
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1886
Koordinaten
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Titel, Beschreibung
2,0

Empfohlene Zitierweise

00303 Joseph Georg Sharp, Matrikelbuch 1884-1920,
http://matrikel.adbk.de/matrikel/mb_1884-1920/jahr_1886/matrikel-00303
(Zugriff vom 23/09/17)

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