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01934 Josef Brandt

Transkription


1841-1884

1934

Josef

Brandt

17.02.1863


Aus Warschau

dessen Vater: Doktor

katholisch


22

Antikenklasse



Normierte und zusätzliche Angaben


Brandt, Josef


Antikenklasse


Warschau

Polen

Polen

Der polnische Maler Józef Brandt (11.2.1841 Szczebrzeszyn – 12.6.1915 Radom) wandte sich nach einem kurzzeitigem Ingenieurstudium 1858 an der École des Ponts et Chaussées in Paris auf Anregung von Julius Kossak der Malerei zu. Er nahm zunächst Unterricht bei Léon Cogniet, dann auch bei Henryk Rodakowski und Julius Kossak. 1860 kehrten Brandt und Kossak in die Heimat zurück und bereisten die östlichen Gebiete des ehemaligen Polen. 1863 kam Brandt nach München, wo er an der Akademie bei Karl von Piloty studierte, sich aber hauptsächlich in den Privatateliers von Franz Adam und Theodor Horschelt weiterbilden ließ. 1869 erhielt er eine Medaille 1. Klasse auf der Glaspalast-Ausstellung. Ab etwa 1875 führte er in seinem Münchner Atelier eine inoffizielle Schule für junge Maler, hauptsächlich Polen. Seit 1877 verbrachte er die Sommermonate in Orońsko bei Radom, wo er – verheiratet mit der reichen Witwe Helena Pruszak – ein Atelier unterhielt, das zahlreiche Künstler anzog. Brandt malte vorrangig Bilder von kriegerischen Auseinandersetzungen während der Kosakenkriege und Tatareneinfälle in den Ostgebieten des ehemaligen Polen im 17. Jahrhundert. Als Inspiration dienten häufig literarische und historische Quellen sowie Volkslieder, die er in eigenständige Kompositionen übertrug, ohne auf die konkreten historischen Ereignisse einzugehen. Besondere Bedeutung kommt der Wiedergabe des Pferdes in effektvoller Bewegung und den farbenprächtigen Gestalten der Reiter im Kampf sowie der realistischen Darstellung der Gewänder jener Zeit, Waffen, Pferdegeschirre, Schabracken, Musikinstrumente etc. zu. 1878 wurde Brandt Ehrenmitglied der Münchner Akademie.

 


Katholisch




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Dokument erstellt: 16.05.2007 16:22
und zuletzt verändert: 29.03.2009 13:24
Empfohlene Zitierweise:
01934 Josef Brandt, Matrikelbuch 1841-1884,
http://matrikel.adbk.de/05ordner/mb_1841-1884/jahr_1863/matrikel-01934
(Zugriff vom 07/09/10)
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