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00470 Franz Xaver Joseph Eichheim

Transkription


1809-1841

470

Franz Xaver Joseph

Eichheim

17.09.1818


Nymphenburg




12

Baukunst



Matrikel erhalten den 12. Ap. 1821.

Normierte und zusätzliche Angaben


Eichheim, Franz Xaver Joseph


Architektur


München

Deutschland

Bayern

1806 in Nymphenburg geboren, Gymnasium 1816-1820, Studium der Architektur an der Akademie der bildenden Künste 1820-1824. Es überrascht, daß Eichheim nach dem Matrikelbuch der Akademie bereits am 17. September 1818, als im Alter von 12 Jahren, immatrikuliert wurde. Das Matrikel erhielt er erst am 12. April 1821. Als Baupraktikant an der Hofbauintendanz  von 1824 bis 1829 arbeitete er am Wiederaufbau des Nationaltheaters, beim Bau des Herzog-Max-Palais und der Alte Pinakothek unter Leo von Klenze. Der Bau des „Almeidapalais“ in Starnberg in den Jahren 1831/1832 , die Villa des Prinzen Karl in Starnberg (Gräfin Bayrstorff, Almeida-Palais) ist nach derzeitiger Kenntnis sein repräsentativstes Bauwerk. Ausserdem führte Franz Xaver Eichheim den Erweiterungsbau des Prinz-Karl-Palais an der heutigen Von-der-Tann-Straße durch. Auftraggeber war auch hier Prinz Karl. Dieser Erweiterungsbau ist bei der Erweiterung der Von-der-Tann-Straße 1937 abgebrochen worden. Eichheim fertigte – nach Nagler - Pläne für weitere  Privatbauten in München und Umgebung, die aber bis jetzt noch nicht nachgewiesen sind.

Eine wichtige Quelle ist eine zeitgenössische Publikation aus dem Jahr 1844 in der Bauentwürfe von Franz Xaver Eichheim „und anderen namhaften Architekten in München“ publiziert sind (Karl Wilhelm Dempp, Die bürgerliche Baukunst mit steter Beziehung auf das Gesammte der Bauführung nach der königlichen bayerischen Bauordnung dargestellt in Grundplänen und Gebäudeansichten von Neubauten in München. Für Baubeflissene jeden Faches und Bauschulen, nach Entwürfen von Franz Xaver Eichheim …, , Textband und  separater Band mit 28 großen Tafeln, München 1844).

1829 wird Eichheim bei der Lokalbaukommission als „funktionierender Inspektor“ bzw. als Baukondukteur tätig. Durch diese Amtsstellung als Mitglied der  Lokalbaukommission ist ihm das Anfertigen von Bauplänen für Private grundsätzlich untersagt. 1852 übernimmt Eichheim in der Nachfolge von Ulrich Himbsel formell die technische Leitung der Lokalbaukommission, die er ab 1846 bereits faktisch inne hatte.

Besondere Bedeutung erlangte Eichheim durch seine Lehrtätigkeit an der Königlichen Baugewerksschule in München. Es handelt sich dabei um die erste Ausbildungsstätte für Bauhandwerker im deutschen Sprachraum, die 1823 von König Max I. Joseph „zur Vervollkommnung des Bauwesens und besonders der Bildung der Bauhandwerker begründet hat.  Initiator dieser Einrichtung, die auf die 1792 gegründete „Feyertags-Zeichenschule für Künstler und Handwerker“ zurückging, war Gustav Vorherr, der die Schule von 1823 bis zu seinem Tod 1847 leitete. In dieser Zeit wurden etwa 2000 Schüler aus München, Bayern und dem europäischen Ausland ausgebildet.  Ruf und Bedeutung der Schule reicht weit über Bayern hinaus, da auch bereits die neuesten Techniken (z.B. Lithographie) gelehrt wurden. Die Lehrtätigkeit Eichheims an der Baugewerksschule ist ab 1834 belegt. 1852 wird Eichheim offizieller Nachfolger von Baurat Ulrich Himbsel (1787-1860) in der technischen Leitung der LBK. Nachfolger Eichheims wird 1877 August Voit (1834-1900).

Quelle und weitere Informationen: http://www.maxvorstadt.net/

Mit freundlichem Hinweis und Genehmigung von Klaus Bäumler, München, Vorsitzender des BA Maxvorstadt 1978 - 2008.


Keine Angaben



25.07.1878

München

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Dokument erstellt: 15.01.2007 21:37
und zuletzt verändert: 16.04.2009 15:17
Empfohlene Zitierweise:
00470 Franz Xaver Joseph Eichheim, Matrikelbuch 1809-1841,
http://matrikel.adbk.de/05ordner/mb_1809-1841/jahr_1818/matrikel-00470
(Zugriff vom 30/07/10)
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